Kurzporträt
  • “Gleichwie viele  Dinge, bevor  sie geschehen  für  unmöglich
  • gehalten werden, so glauben wir auch von Manchem, was vor
  • Alters geschehen ist, es habe nicht geschehen können, weil wir es
  • nicht selbst gesehen haben und mit dem Verstand nicht begreifen
  • können. Dieses ist aber die größte Torheit.”
  •                         Plinius der Ältere, um 70 n. Chr.
  • Die vielfältigen Fragen der Entstehung und der Ausbreitung der menschlichen Zivilisation sowie der Herausbildung und Entwicklung von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik alter Völker und Kulturen stehen seit 1973 im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit des Freundeskreises Alte Kulturen e.V. Freiberg. Seitdem hat der Verein einen festen Platz im kulturellen Leben Freibergs und sich zu einem Ort des regen Gedankenaustausches entwickelt.

    Die Auseinandersetzung mit Problemen der Menschheitsgeschichte ist eine der faszinierendsten Beschäftigungen, wird doch hier im weitesten Sinne das Leben unserer Vorfahren näher beleuchtet. Der Freundeskreis sieht seine Aufgabe in der Förderung des Geschichtsbewusstseins und in der Leistung eines aktiven Beitrages zum Kulturerbeverständnis. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei in der Vortragstätigkeit. Zur komplexen Betrachtung werden hierzu neben den Erkenntnissen und Funden der Archäologie u. a. auch die der Anthropologie, Ethnographie, Geschichts- und Kunstwissenschaften herangezogen. Die monatlichen Vortragsthemen umfassen überwiegend die Zeit von der Herausbildung des Menschen bis zum ausgehenden Mittelalter.

    Im Gegensatz zu den anderen Altertums- und Historischen Vereinen stehen dabei nicht regionalarchäologische und regionalgeschichtliche Funde und Entwicklungen im Vordergrund, sondern die kulturellen Hinterlassenschaften aller Völker und Kulturen.

    Der Verein steht allen an der Menschheitsgeschichte Interessierten offen. Bis vor kurzem zählte er in seinen eigenen Mitgliederreihen keinen Archäologen, Alt- und Kunsthistoriker oder Völkerkundler. Allein das gemeinsame Interesse an dieser Vorgeschichte vereint seine Mitglieder. Sicherlich ist dies auch von Vorteil, kann doch so vieles unbeschwerter und “unvoreingenommen” diskutiert werden.

    Der Verein zählt rund 50 Mitglieder. In bislang über 500 Veranstaltungen “führte” der Freundeskreis seine Mitglieder und Gäste zu den Schauplätzen alter Kulturen auf fünf Kontinenten und ließ so vor ihnen ein Stück Geschichte lebendig werden. Spuren der Römer, Griechen und Sumerer standen beispielsweise ebenso im Mittelpunkt von Themen wie die der Maya, Inka, Nabatäer, Kelten und Khmer.

    Sicherlich hat der Freundeskreis mit dazu beigetragen, dass verbreitete Klischee - Archäologen graben nur alte Knochen und nutzlose Scherben aus - in ein anderes Licht zu rücken. Unterstützung erhält der Verein von zahlreichen, auch international bekannten Wissenschaftlern. Bislang konnten über 160 Gastreferenten begrüßt werden. Gern denken dabei die Vereinsmitglieder an solche interessanten Begegnungen zurück wie beispielsweise mit dem Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts, Prof. Helmut Kyrieleis, dem Direktor des Berliner Ägyptischen Museums SMPK, Prof. Dietrich Wildung oder dem einstigen Nestor der sächsischen Archäologie, Prof. Werner Coblenz sowie dem Völkerkundler und Schriftsteller Erich Wustmann. Seit Jahren bestehen Kontakte mit dem Landesamt für Archäologie und dem Museum für Völkerkunde Dresden.

    Die jährlichen Exkursionsfahrten erfreuen sich stets großer Beliebtheit und Teilnahme. 1994 bereisten Mitglieder des Freundeskreises mit einer Reisegruppe Israel und besichtigten dabei zahlreiche biblische und archäologische Stätten. 1998 folgten die Mitglieder den Spuren der Römer in Weißenburg/Bayern. 2002 stand die Wochenendexkursion unter dem Motto “Auf den Spuren der Römer in Westfalen”.

    Neben den Gesprächen mit renommierten Fachleuten stellen Printmedien in der Auseinandersetzung mit der Vorgeschichte eine der wichtigsten Fundgruben für die Vereinsarbeit dar. Franz Rutzen, von 1960 bis 2001 Verleger des Verlages Philipp von Zabern in Mainz, des bedeutendsten Verlages archäologischer Literatur Deutschlands, und von 2004 bis 2016 des Verlages Franz Philipp Rutzen Ruhpolding, ist seit 1990 Ehrenmitglied des Vereins.

     

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