Vereinslogo

Das Abbild einer Dogu-Statuette der Jomon-Kultur schmückt seit 1990 als Vereinslogo alle offiziellen Schreiben des Freundeskreises Alte Kulturen e.V.

Die Jomon-Kultur Japans, deren Anfänge auf etwa 5000 v. Chr. datiert werden, wurde nach dem charakteristischen Muster ihrer Keramik (jomon = Schnurmuster) benannt.

Die Menschen der Jomon-Kultur stellten ihre Keramiken ohne Töpferscheibe her und brannten sie in primitiven Gruben bei niedrigen Temperaturen. Während des Brandes wurden die Keramiken mit einer Grasschnur umwickelt, die verbrannte und dabei das so genannte Schnurmuster hinterließ. Die Jomon-Kultur und ihre Keramiken weisen in regionaler und zeitlicher Hinsicht große Unterschiede auf.

Charakteristisch für diese Kultur sind die so genannten Dogu-Statuetten: Kleine, ca. 25 cm große, stark stilisierte menschliche Gestalten. Die ersten „Prototypen“ waren recht primitiv modellierte Gestalten. Erst später bekamen sie gut erkennbare Augen, Nase, Mund, Hände, Arme und Beine. In der Form, wie sie als Vereinslogo des Freundeskreises genutzt werden, entstanden sie etwa im 2.Jt.v.Chr. Die Funde dieser Figuren sowie Art und Weise der Bestattung lassen religiöse Vorstellungen und Bräuche erkennen. Die Jomon-Kultur wurde im 3.Jh.v.Chr. von der Yayoi-Kultur abgelöst.

Vertreter der „Besuchertheorie“ (Paläoastronautik) wie Alexander Kasanzew und Erich von Däniken sehen in diesen Statuetten die Abbildungen außerirdischer Raumfahrer: hermetisch verschlossener, aufgeblasener Anzug, Helm mit Brille, Greifgelenke an den Armen. Bereits 1894 interpretierte Tsuboi die ovalen Augenklappen als eine Art Schneebrille, später sah man das ganze als eine Art Rüstung an.

Für den Freundeskreis Alte Kulturen e.V. symbolisiert die Dogu-Statuette anschaulich die thematische Entwicklung seiner Veranstaltungen: Von den vermeintlichen Außerirdischen zu den Zeugnissen der menschlichen Vorgeschichte.

An dieser Stelle sei nochmals nachdrücklich betont: Obwohl die Diskussion um die vermeintlichen außerirdischen Besucher eine wesentliche Rolle für und bei der Gründung des Freundeskreises Alte Kulturen spielte, versteht sich der Freundeskreis nicht als ein Verfechter dieser Thesen. Lassen wir damit die „Außerirdischen“ also vorerst dort, wo sie hingehören - in den Werken der utopischen Literatur.

 

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